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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 07.11.19 , gültig bis Mi. 13.11.19

Hommage an Erich Kästner - Gerlinde Hämmerle und die „combo symbadico“ im Selmnitzsaal

Singt „für Hochwohlgeborene“: Gerlinde Hämmerle und „combo symbadico“ gastierten in Berghausen

Die Reihen im Selmnitzsaal in Berghausen waren gefüllt, es herrschte Stubenmusik-Atmosphäre. Die Besucher kamen in den Genuss von zwei Stunden mit einem Mix aus Lesungen, Liedern und Melodien. Und in alledem fand sich jeder wieder, drehte sich doch alles um Erich Kästner. Der Drehbuchautor, Kabarettdichter, Publizist und bis heute nachgefragter Schriftsteller wurde vor 120 Jahren in Dresden geboren, starb vor 45 Jahren in München, und ist unvergessen. Insbesondere für Gerlinde Hämmerle und das Oktett „combo symbadico“. Im zwölften Jahr touren die Karlsruher Regierungspräsidentin im Ruhestand und die Band des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit dem Programm „Leben und leben lassen“ als Reminiszenz für Erich Kästner durch die Region. Ohne Gage, stattdessen für soziale Zwecke. In Pfinztal war dies der erste Stopp, und der Nutznießer war der Pfinztaler Mittagstisch. Die Idee, die 79-jährige Karlsruherin und die Band in die Gemeinde zu holen, hatte die Berghausener Filiale der Remchinger Buchhandlung LiteraDur mit Margret Thorwart und Team. Offene Ohren fand man bei der Gemeinde Pfinztal und die Veranstaltung wurde vom angedachten Bürgerhaus in den Selmnitzsaal verlegt.

Es wurde eine runde Sache, wie übereinstimmend die Chefin von LiteraDur Barbara Casper und Bürgermeister-Stellvertreterin Monika Lüthje-Lenhart mit Kästners Worten „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ am Ende resümierten. Das Programm glich einer chronologischen Abfolge aus Gedichten und Epigrammen aus der Feder Kästners, der von 1927 bis 1933 seine produktivste Zeit hatte. Unterteilt war es in die Kapitel „Einstimmung auf Kästner – ernst und heiter“, „Kästners Prägung durch den Ersten Weltkrieg“, „Weltwirtschaftskrise und Drittes Reich“, „Kästners besondere Art der Alltagssatire“, „Kästners Meinung zu Bildung und Kultur“ und „Wenn Kästner lyrisch wird“.

Mit Musik von Charleston, Swing und Schlagern bis ABBA bis Udo Jürgens begleitete „combo symbadico“ mit Michael Ambrosio (Akkordeon), Vera Arendt (Schlagzeug), Siegfried Eichhorn (Alt- und Tenorsaxophon), Siegfried Fischer (Gitarre), Birgit Kuisel (Trompete), Martin Löffel (Bass), Volker Nelson (Gitarre) und der musikalische Leiter Klaus Schäfer (Klarinette und Saxophon) diese Hommage an Erich Kästner. Auch griff Gerlinde Hämmerle bisweilen selbst zur Gitarre und sang im Duett mit Klaus Schäfer das Chanson „Für Hochwohlgeborene“. Als Gemeinschaftschor wurde das von 1917 datierte Antikriegslied „Zogen einst fünf wilde Schwäne“, „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader und zum Schluss das „Badener Lied“ gesungen.

Text: Emil Ehrler





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